| Typ: |
Blockseminar |
| Termin: | 04.05., 18.05., 08.-10.07. |
| Raum: | AR-H 420, Wochenende in Leipzig |
weitere Informationen im LSF.
| Typ: |
Blockseminar |
| Termin: | 04.05., 18.05., 08.-10.07. |
| Raum: | AR-H 420, Wochenende in Leipzig |
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Zwar werden Game Studies aktuell betont multidisziplinär betrieben, doch fällt auf, dass es trotzdesIconic Turnkaum Ansätze gibt, die sich explizit mit derBildlichkeit des Computerspielsauseinandersetzen – dabei hat kaum ein anderes Medium in den letzten Jahrzehnten so charakteristische Darstellungskonzepte hervorgebracht.
Das Seminar wird verschiedene bildwissenschaftliche Zugänge zum Medium Computerspiel erproben, von der Frage der Raumdarstellung über das Simulationsbild bin hin zur Handlungsperspektive von Avatarfiguren.
Obwohl sich die Bildästhetik gerade in den letzten Jahren so stark wie kaum ein anderer Aspekt des Computerspiels gewandelt hat, wird die gesteigerte visuelle Komplexität nur allzu gern als ein zwangsläufiger Effekt der erhöhten Rechenleistung abgetan. Fragen nach der Ludizität, der Narrativität oder auch der Medialität und Intermedialität des Computerspiels bestimmen den Diskurs. Bildwissenschaftliche Ansätze sind in den Game Studies eher selten zu finden. So gibt es trotz der Ausrufung eines Iconic Turn bislang nur wenige Arbeiten, die sich explizit mit der Bildlichkeit des Computerspiels auseinandersetzen.
Die Ringvorlesung möchte das Computerspiel als Bildmedium erschließen und damit zum einen den Bildwissenschaften den Zugang zu einem neuen, besonders komplexen medialen Artefakt eröffnen, zum anderen am Bild orientierte Fragestellungen und Methoden für andere Disziplinen erproben.
Das Internet zählt heute zweifelsohne zu den meistbenutzten Medientechnologien. Um so wichtiger ist die Beschäftigung mit seiner Geschichte, aus der deutlich wird, wie wenig das Internet aus einer zielgerichteten sei es militärischen, sei es ökonomischen Planung und Entwicklung hervorgeht. Vielmehr resultiert es aus einer Gemengelage konfligierender Diskurse, Praktiken und Techniken - und ist damit ein exemplarischer Fall für die komplexe Genese moderner Medientechnologien.
Das Seminar analysiert Computerspiele aus produktionsästhetischer Perspektive und fragt nach den Aktanten, die am Prozess der Spielentwicklung beteiligt sind. Wie und mittels welcher Medien - so werden unsere Fragen beispielsweise lauten - notieren Gamedesigner ihre Ideen einer Levelarchitektur so, dass diese später von Programmierern implementiert werden kann; welche Hard- und Softwarekomponenten kommen wann wofür zum Einsatz; oder wie sieht die Verteilung von Schreibtischen in einem Entwicklerbüro aus? Das heißt, wir werden vom Klebezettel bis zum Karriereverlauf eines Designers möglichst viele und vielfältige Aktanten in den Blick zu nehmen versuchen, um die Kreativitäten verstehen zu lernen, die an der Entstehung des komplexen Artefakts Computerspiel beteiligt sind.
Methodenbesteck sind dabei die nahsichtige Betrachtung und dichte Beschreibung aller vorfindbaren Dinge, Menschen und Prozesse, so wie sie insbesondere die Akteur-Netzwerk-Theorie vorführt. Die für unsere Arbeit notwendigen Grundlagen dieser Theorie werden in den ersten beiden Sitzungen vermittelt werden. Verbindlich für alle TeilnehmerInnen ist zu Beginn die Lektüre von Bruno Latour: Der „Pedologen-Faden" von Boa Vista - eine photo-philosophische Montage, in: Ders.: Der Berliner Schlüssel. Erkundungen eines Liebhabers der Wissenschaften(1993), Berlin 1996, S. 191-248. Der Text wird unmittelbar nach der ersten Seminarsitzung auf Moodle zur Verfügung stehen.
Die Arbeit des Seminars wird in eine Publikation münden, in der die untersuchten Aktanten in einzelnen Kapiteln vorgestellt werden und die Ende 2011 unter dem Titel „Game Laboratory Studies. Von den Künsten der Spielprogrammierung" als Heft 2/2011 des Periodikums „Navigationen. Zeitschrift für Medien- und Kulturwissenschaften" erscheinen wird. Dementsprechend wird von den TeilnehmerInnen des Seminars nicht nur ein hohes Maß an Eigeninitiative erwartet, das die Auswertung einschlägiger Entwicklerhandbücher genauso wie das Ausfindigmachen geeigneter Gesprächspartner aus der Entwicklerbranche umfasst, sondern auch eine zügige und zielgerichtete Arbeitsweise. So müssen sämtliche zur Publikation vorgesehenen Texte (die relativ kurz sein und auch kooperativ verfasst werden dürfen) bis zum 31. März 2011 abgegeben sein.
Anmeldungen zum Seminar sind bis zum 26. Oktober 2010 willkommen.
| Typ: |
Praxis-Seminar |
| Termin: | 15.10., 30.10., 13.11., 20.11. |
| Raum: | AR-K 613 |
weitere Informationen im LSF.
Das Internet kann als ein dominierendes Medium des kulturellen Gedächtnisses unserer Zeit angesehen werden. Video-Hosting-Webseiten wieYouTube häufen unerschöpfliche Archive bewegter Bilder an und nähren sodie alte Geschichte der Informationsüberflutung. Tatsächlich wird die Strukturierung der Datenmassen im Internets zu einer immer wichtigeren Frage, neben technologischen Antworten aus der Semantik und neuen Such-Algorithmen wird die persönliche Empfehlung zum wichtigen Ordnungskriterium im WWW. Blogs, Playlist, Channels, Links und Likes sind die Zugangsfenster zu den Archiven der visuellen Kultur – anstatt Zugang lautet das neue Paradigma Selektion.
An diesem Punkt betritt der Kurator die Bühne und wird mit einem neuen Medium konfrontiert, das sein Berufsfeld mit neuen Bedingungen konfrontiert. Derzeit gibt es keine eindeutigen Begriffe, mit denen sichWeb Videos in den kuratorischen Kontext einordnen lassen, im Internet verschwimmen die Grenzen zwischen kommerziellen und privaten Inhalten und es gibt keine Regeln und Erfahrungswerte, nach denen sich ästhetischen Qualitäten bestimmen lassen. Kurator/innen stehen außerdem vor der großen Frage, wie sich Web Videos überhaupt ausstellen lassen, sei es online oder im Ausstellungsraum.
| Typ: |
Praxis-Seminar |
| Termin: | 15.10., 30.10., 13.11., 20.11. |
| Raum: | AR-K 613 |
weitere Informationen im LSF.